Issues of Yukon im Dezember 2008

Vorfahren



Immer wieder liest man einmal im Internet die Ergüße selbsternannter Fachleute, die Gehörtes als eigenes weitergeben und Interessierte an der Rasse erwünscht oder unerwünscht mit ihrem "Fachwissen" erschlagen. Unter anderem hört man, dass Alaskan Malamutes aus den USA ja so viel besser seien als in Europa gezüchtete, und sie darum aus den USA importieren, um das europäische Genpool aufzubessern. Bedauerlich nur, dass anscheinend nicht genug Fachwissen vorhanden ist.
Unsere in Europa gezogenen Hunde haben natürlich alle Vorfahren aus den USA. Die europäischen Hunde sind nicht auf Gänseblümchen gewachsen. Am Beispiel meiner Hunde werde ich das im folgenden darlegen:

Dschingin, unsere Stammhündin, gezogen aus 2 belgischen AM, Grosseltern Italien und Belgien, Urgrosseltern alle aus USA. Nach 13 Generationen bin ich im Pedigree bei Gripp of Yukon, dem ersten registrierten AM in den USA.

Shogun, Vater unserer Amayi, gezogen aus 2 belgischen AM, Grosseltern Hälfte belgische AM mit USA Vorfahren, Hälfte USA (Storm Kloud und Kimiska's) Urgrosseltern alle USA

Ch'mani Tatonka, Tochter unserer Dschingin, Vater Yupik's Gizmo USA Import

Amayi's Wurf mit Shelaskan's Son of a Chief, Canada Import

Ditilya's Wurf mit Storm Kloud's Hharvest Moon USA Import

Ch'mani Tatonka's Wurf mit Royalstar del Biagio (Italien, Grosseltern Vykon USA) Nachkommen unter anderm: BJ, June, Jacy, Faolan

June's Wurf mit Giving a new Royalstar da Jungla Negra (Spanien) Großeltern Italien (del Biagio) und Spanien (Zulem), Urgroßeltern USA,

unsere kleine Ditilya IoY, Mutter Chella (Tochter aus Ditilya und Storm Kloud's Hharvest Moon USA) Vater Wild Wind's Mist of Avalon USA Import.

Und so liesse sich die Liste beliebig fortsetzen. Viele gute Züchter importieren immer mal wieder einen Hund aus USA oder gehen eben zum decken zu so einem Rüden. (Man muss sich ja nicht gleich eine Kuh kaufen um einen Liter Milch zu trinken)

Die Frage, ob es besser ist, eine Hündin aus USA zu importieren und mit ihr zu züchten, oder ob man sich eine eigene Linie aufbaut und immer wieder frisches Blut aus den USA einbringt, beantwortet sich dem interessierten Leser von alleine. Jedes Elternteil vererbt nachgewiesenermassen genau 50% seiner Gene, egal ob es Vater oder Mutter ist ;)

Ausschlaggebend für die Beurteilung einer Zucht ist die Kontinuität in der Nachzucht, die muss sich erst einmal beweisen....

Linienzucht

Inzucht ist in jeder Hunderasse üblich. Hunderassen sind so entstanden. Linienzucht ist die gemilderte Form der Inzucht. Es wird immer wieder ein Rüde verwandt, der frisches Blut in die Nachzucht bringt um zu verhindern, dass die genetische Vielfalt verkümmert. Wer als Züchter das Glück hat, eine herausragende Hündin zu besitzen, versucht natürlich, diese für die Zucht zu erhalten und züchtet mit der Nachzucht immer wieder auf die Hündin zurück. So entstehen Linien, z.B. Storm Kloud, Nanuke, Kotzebue, usw. Alle großen amerikanischen Zuchtzwinger haben so ihre Linie begründet. So bekommt der Zuchtzwinger phänotypisch ähnliche Hunde die aber trotzdem die genetische Vielfalt nicht verloren haben.

Linienzucht gehört nicht in die Hände von Anfängern, man muss seine Hunde und die Fehler gut kennen, um in dieser Form zu züchten, da sonst Fehler manifestiert werden. Ein Anfänger in der Zucht sollte auf jeden Fall "outcross" züchten um nicht in einer Sackgasse zu enden. Erst wenn sich nach 3-4 Generationen herausstellt, dass seine Hunde wirklich gut sind und gut vererben, kann er versuchen, Linienzucht zu betreiben. Unser grosses Glück war unsere Freundschaft zu dem bereits lange Jahre vor uns bestehenden Joli Mapa Zwinger und dem intensiven Austausch von Informationen der uns diese Möglichkeit gab. Jedoch haben wir immer wieder darauf geachtet, unsere Nachzucht genetisch vielfältig zu erhalten und immer wieder Rüden aus anderen Linien unseren Hündinnen zugeführt.

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