Issues of Yukon im Dezember 2008

Warum einen Alaskan Malamute? Oder: Geht's Dir auf der Welt zu gut, kauf Dir einen Malamute

Mein Mann hatte sein Leben lang Hunde, ich hingegen habe die Straßenseite gewechselt, wenn mir ein Hund begegnet ist.

Shogun in Tanne

 

Als wir zusammenzogen, wollte er sofort wieder einen Hund haben, ich nicht, außerdem waren wir beide berufstätig und ich dachte auch an das arme Tier, welches den ganzen Tag alleine ist. Also kein Hund! Gott sei Dank, hab ich gedacht.

 

Dann hatte mein Mann einen Tauchunfall und konnte seinen Beruf nicht mehr ausüben, war allein zu Hause und ich zerschmolz vor Mitleid. Dem armen Kerl war ja so langweilig. Also ein Hund muß her. Was für ein Hund, na klar, einer der im Zwinger leben will und einer der menschenfreundlich ist. Einer an dem man sich die Zähne ausbeißen muß um seinen Willen durchzusetzen. Also klar, ein Alaskan Malamute.

unsere Erste: N'schotschi

Nun hatten wir eine Wohnung von 56 m² und einen Garten, da wir im Haus meiner Schwiegereltern lebten. Der Alaskan Malamute wurde geholt, und mein Mann baute einen Zwinger für das Mädchen, und ein Geländewagen mußte her, für den Hund und meinen klaustrophobischen Mann. Da stand sie nun im Zwinger und heulte zum Gotterbarmen. Die Nachbarn riefen an und fragten, ob das wirklich ein Zwingerhund sei, wir konnten sie beruhigen, wir hatten einen Zwingerhund, allerdings einen, der nur dem Namen nach ein solcher war. Also lag das Mädchen mit meinem Mann auf der Couch rum und lernte alles, was ein Haushund so braucht, ohne Leine bei Fuß laufen etc. Nur in den wunderschönen Zwinger ging sie nicht. Was tun? Einen zweiten Alaskan Malamute kaufen, damit die Kleine nicht so schreit. So kam Dschingin zu uns, ein Alaskan Malamute wie er im Buche steht. Sie begrüßt jeden, als habe sie den ganzen Tag nur auf ihn gewartet. Bei Fuß gehen, na nur, wenn es denn unbedingt sein muß und aber bitte mit Leine sonst... .Ein Dickschädel wie aus dem Bilderbuch. Sie ist die ,,kätzischste" von allen. Aber beide Mädchen blieben im Zwinger, meistens jedenfalls, und von unserer ersten, N'scho tschi, war nichts mehr zu hören. Sie fühlte sich wohl.

Dschingin, unsere Zweite

Nun hatten wir zwei Mädchen, also der Entscheid ein Junge muß dazu, den wir diesmal bei Johan bestellten. Doch zuerst mal wollte mein Mann einen Trainingswagen bauen.

 

Also fuhren wir zu ,,den sonnigen Bergen" dem Zwinger wo die Mädels herwaren, um uns Achims Trainingswagen auszuleihen. Der sollte nachgebaut werden, mein Mann ist in solchen Sachen ganz begabt. Der Trainingswagen aufs Dach unseres Geländewagens, die Mädels hinten in die Box, den kleinen Geronimo dazu, nun ja, wir wollten den Trainingswagen holen, aber der Kleine war einfach zu süß. Eigentlich wollte Achim ihn ja für sein Gespann behalten, aber ich habe ihn so lange angebettelt. Nun war er unser. Ein klasse Junge, der als er in das richtige Alter kam wie ein "Pferd" zog.

Geronimo

Der Geländewagen wurde verkauft, ein Chevy Pickup kam ins Haus. Ein Aufbau wurde gebaut. Ein Schlitten für den Winter angeschafft. Ach ja, meine Schwiegereltern hatten mal einen großen Garten, na der ist - ganz klar - umfunktioniert.

 

Leider wurde ich ziemlich krank, hatte eine unangenehme Operation, eigentlich zwei, und war nun erst mal für lange Zeit krankgeschrieben. Nach meiner Operation haben wir uns dann entschlossen, doch zu heiraten, was wir dann auch mit Trainingswagen und Hunden und Achim als unser Trauzeuge mit Trainingswagen und Hunden gemacht haben. Vom Standesamt sind wir im Trainingswagen durch den Wald die 7 Kilometer nach Hause gefahren. Nun hatten wir uns ja noch einen Jungen bestellt. Und den wollte ich auf jeden Fall haben. Also wurde der Kleine ,,Shogun", zwei Tage vor unserer Hochzeit, bei Johan abgeholt und ich war der glücklichste Mensch der Welt. Das war jetzt eindeutig mein Hund. Ich war nun den ganzen Tag zu Hause, das heißt, eigentlich waren wir wochenlang mit dem Wohnwagen im Fichtelgebirge, und ich konnte mich so richtig um ihn kümmern.

Shogun, 7 Wochen alt

Was man ihm auch anmerkt, er ist der verwöhnteste Alaskan Malamute den ich kenne. Er schreit wie ein Baby im Zwinger wenn er mich sieht, was nicht ausbleibt, da ich vom Wohnzimmer in den Zwinger schaue, er will raus, und eigentlich wären wir jetzt wieder beim Anfang der Geschichte. Allerdings sind wir nun etwas konsequenter. Sicher habe ich sie alle vier in der Wohnung wenn mir danach ist, aber eigentlich leben sie im Zwinger ihr eigenes Leben, ich verbringe jedoch sehr viel Zeit mit ihnen, ich lese meine Bücher im Zwinger, spiele mit ihnen, sonne mich da, etc. Sie haben mir alle vier unendlich viel gegeben. Meinen neuen Lebensmut habe ich nur meinem Mann und meinen vier Malamützen zu verdanken. Und darum gibt es auf meine Frage am Anfang nur eine Antwort - darum !