Issues of Yukon im Dezember 2008

Shadow ist nicht glücklich..

Shadow ist nicht glücklich..

Vor 2 Tagen erreichte mich ein Anruf von einem Welpenkäufer, der viele Jahre zurück 2 meiner Welpen gekauft hatte. Der erste starb vor 2 Jahren. Die Jüngere, so schien es, war nicht glücklich über die Geburt und Anwesenheit von Zwillingen, also als sie die Gelegenheit hatten, gaben sie die Hündin zu der Schwester des Besitzers.

Der Anruf, „was sollen wir mit Shadow machen“ wurde begleitet von einer ellenlangen Erklärung darüber, dass der Lebensgefährte seiner Schwester von ihr die Nase voll hatte, sie bei Nacht und Nebel mit Sack und Pack auf die Strasse setzte, und ich fand heraus, dass seine Schwester eine neue Wohnung finden könnte und er in der Zwischenzeit die Hündin nehmen könne, (nach einem langen Vortrag darüber, wie sehr seine Schwester den Hund liebe und wie wohl sich der Hund bei seiner Schwester gefühlt habe) Es schien aber nicht wirklich die Lösung zu sein, nach der er gesucht hatte.

Ich unterbrach sein Gerede und bat ihn, endlich zum Kernpunkt zu kommen.

„Nun, ich fühle mich so schuldig, aber nun ja, Shadow mag die Zwillinge nicht.“

„Erzähle, hat sie versucht zu beissen?“

„ Nein, sie ging nur nicht mehr aus ihrem Käfig und versteckte sich. Sie hat Angst, wenn die Zwillinge über die Treppenstufen springen.“

„Nun ja, du weißt, du kannst sie IMMER zu mir zurück bringen!“

Aber das ist nicht anständig dir gegenüber, ich will sie nicht einschläfern lassen.“

„Du musst sie nicht einschläfern lassen, ich sagte, du kannst sie IMMER zu mir zurück bringen!“

„Aber was wirst du mit ihr machen? Wirst du sie einschläfern lassen?“

„Nein, wenn sie gesund ist, werde ich sie natürlich behalten. Ich bezweifle, dass ich für eine 11-Jährige Hündin ein neues Zuhause finde“

„Aber das ist nicht fair dir gegenüber.“

„Nein, das ist es wohl nicht, aber das ist nicht das Thema. Es ist nicht fair, dass ein alter Hund sein Zuhause verliert und mit Fremden leben muss, nun ja. Aber ich habe eine Verantwortung gegenüber den Hunden die ich gezüchtet habe. Wenn ihnen niemand sonst ein Zuhause geben will, ich werde es tun..“

„Ich fühle mich so schuldig! Aber sie ist hier nicht glücklich! Sobald sie die Kinder sah, rannte sie davon!”

„Wie lange hast du es versucht?“

„Eine Stunde, oder zwei.“

„Und warum glaubst du, dass sie nach so kurzer zeit bereits glücklich sein sollte mit der Situation?“

Ich vermute es. Ich möchte sie auf keinen Fall hier haben und dass sie dann unglücklich ist.“

„Warte eine Sekunde. Lass uns offen reden. Wie kannst du annehmen, dass sich ein 11 Jahre alter Hund glücklich fühlen wird, wenn er zu einem Fremden (mir) umzieht in ein Haus mit lauter fremden Hunden?“

„Ich vermute, das ist wahr. Ich fühle mich so schuldig.“

„Also hör bitte auf zu heucheln, dass du dies machst, damit der Hund glücklich ist, OK!“

Ich lasse ihn etwas im Ungewissen...

Nun ja, um die lange Geschichte abzukürzen, seine Frau kam herüber und brachte mir gestern abend den Hund. Er machte mich mit seinen 4 Jahre alten Zwillingen bekannt, im Anschluss daran seine Tochter, 4 bis 40 Jahre alt.

Offenbar waren in dieser Familie alle 40 jährige Schnullerlutscher.

In dem Jahr in dem die Hündin bei seiner Schwester gelebt hatte, war sie weder gekämmt noch die Nägel geschnitten worden, ihr Fell war stumpf, sie hatte Tränenkrusten unter den Augen, ihre ungepflegten Zähne waren so schmerzempfindlich, dass sie zitterte, während ich mich ihrer annahm. Der Mann und seine Frau arbeiteten im Gesundheitswesen!

In der nächsten Stunde rasierte ich sie bis auf die Haut, badete sie, und unter all dem Schmutz, unberührt durch all das, war ein gesunder alter Hund.

Und weisst du was?! Heute morgen war sie ein fröhlicher alter Hund!