Issues of Yukon im Dezember 2008

Noch ein abschließendes Wort zur Zucht allgemein



Ein Züchter ist jemand, der aus Liebe zu einer Rasse versucht, aus einer erstklassigen Hündin in Verbindung mit einem erstklassigen Rüden erstklassige Welpen zu ziehen.
Dafür ist ihm kein Weg zu weit, keine Decktaxe zu hoch.
Ein mehrfacher Champion hat seinen Besitzer eine Menge Geld gekostet. Man wird nicht so eben mal Champion. Dafür muss man Mengen an Ausstellungen besuchen. Diese kosten ein Heidengeld und daß der Rüdenbesitzer einen Teil seiner Ausgaben über einen Deckakt versucht zurück zu erlangen, ist absolut einzusehen und zulässig.
Ein importierter Rüde aus den USA hat ebenfalls seinen Preis. Die Amerikaner unterscheiden zwischen Pets und Showdogs. Showdogs kosten das Doppelte eines Welpenpreises.
Insofern kann man bei einem guten Rüden davon ausgehen, daß ein Deckakt einen Welpenpreis kostet und zwar ab 3 Welpen. Wer über Decktaxen jammert ist nicht an Qualität interessiert und sollte die Finger von der Zucht lassen.
Leider "profitiert" man als Züchter nicht nur von importierten Rüden, sondern kauft manchmal auch schlechte Hüften, genetischen Katarakt und fehlende Zähne gleich mit dem Sperma ein und ist dann die nächsten Generationen damit beschäftigt, diese Erbanlagen wieder loszuwerden. Froh kann man als Züchter in diesem Fall sein, wenn die eigenen Hündinnen eine gute Genetik haben.
Ein Züchter ist jemand, der zwar Welpen züchtet, dem aber die Gesundheit seiner Hündinnen über alles geht. Er wird weder eine Hündin bei jeder Hitze belegen, noch wird er nach einer Ammenaufzucht die Amme belegen. Eine Hündin die Welpen groß gezogen und gestillt hat, hat ihren Körper ausgepowert und muss, zur Erhaltung ihrer Gesundheit, mindestens eine Hitze aussetzen. Geschieht dies nicht, handelt es sich nicht um einen verantwortungsbewußten Züchter.
Ob sie dann dort einen Hund kaufen möchten, bleibt ihnen überlassen.
Sie unterstützen jedoch mit dem Kauf eines Welpen ein solches Verhalten. Es gibt Züchter und Vermehrer.

Ein guter Züchter wird bemüht sein, gesunde intelligente schöne Hunde zu züchten, die dem Ideal am Nächsten kommen.
Welche Spermie sich letztendlich mit welchem Ei verbindet, bleibt immer ein Zufall. Niemand kann für sich in Anspruch nehmen, seine Zucht sei die allein selig machende, er mache alles richtig und seine Welpen seien makellos.
Es wird immer wieder Welpen geben, die Fehler haben. Ein guter Züchter wird aus seinen Fehlern lernen.

Er wird auch ein Zuchtziel verfolgen, sei es auf Verbesserung der Laufkraft, des Äußeren oder des Charakters.
Züchter die innerhalb weniger Wochen viele völlig unterschiedliche Deckrüden anfragen, haben den Namen Züchter nicht verdient. Wie bereits am Anfang erwähnt, macht ein Züchter sich im Vorfeld Gedanken, welcher Rüde zu seiner Hündin passt. Wenn es egal ist, welcher Rüde denn nun das Vergnügen haben wird, spricht man vielleicht von S-xtourismus, jedoch sicher nicht von Zucht. Hier ist auch der Deckrüdenbesitzer in der Verantwortung, aber da lockt dann oft das Geld und nicht der Gedanke (das Wort Gedanke beinhaltet das Wort "denken") an die Nachzucht. Leider sieht man oftmals der Nachzucht die Nachlässigkeit der Elternauswahl an. Es passt eben auch in der Hundezucht nicht jeder Rüde zu jeder Hündin.
Der Züchter, der von sich und seiner Zucht behauptet, alle Welpen seien wunderbar, die er gezüchtet hat, lügt entweder, ist nicht kritisch genug oder hat verteufeltes Glück gehabt.
Man kann auf Grund der Pedigrees in Verbindung mit Fotos der Vorfahren vermuten, wie die Welpen werden, sicher sein kann man nie.
Erbfehler schleichen sich ein, würde man sie vorher wissen, würden manche Verbindungen nicht zustande kommen. Leider hat auch der Alaskan Malamute, schon auf Grund der relativ kleinen Population, Erbfehler.
Unser Ziel muß sein, genetisch gesunde Hunde zu züchten.
Kennt ein Züchter die Erbfehler seiner Hunde, und züchtet dennoch mit der gleichen Verbindung weiter, darf er sich nicht wundern, wenn man ihn mit Fug und Recht nur noch als Vermehrer bezeichnet.
Durch die geringe Population beim Malamute kann man versuchen, einen anderen Deckrüden zu nehmen, sich eine neue Zuchthündin zu kaufen, um wenigstens eine Seite der Eltern auszutauschen.
Benutzt ein Züchter nur seine eigenen Rüden als Deckrüden, deckt der eine nicht nimmt er den anderen, kann man nicht von Zucht sondern nur von Vermehrung sprechen.

 

Nicht die Zahl der Würfe oder der Welpen, sondern die Gedanken, die sich ein Züchter über die Nachzucht macht, unterscheiden eine guten Züchter von einem Vermehrer.

Niemals jedoch sollte man Verbindungen aus denen nicht einwandfreie Welpen gefallen sind wiederholen. Niemand von uns weiß wirklich, was bei einem Wurf heraus kommt, wer jedoch wissentlich mit solchen Fehlern züchtet, weiß was er tut und schadet der Rasse und der Zucht.

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